Blutzuckerbelastungstest

Bis zu 15% aller Schwangeren entwickeln eine Störung des Blutzuckerstoffwechsels (sog. Gestationsdiabetes). Das Risiko dafür steigt mit zunehmendem mütterlichen Alter, Übergewicht und familiärer Belastung. Aber auch Frauen ohne Risikofaktoren können betroffen sein.

Die Folgen für das Kind reichen von Funktionsstörungen bestimmter Organe (z.B. Herz, Leber) über erhöhtes Geburtsgewicht bis hin zu erhöhtem Risiko bei der Geburt und Stoffwechselstörungen nach der Geburt.

Für die Mutter besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Geburtsverletzungen und/oder die Notwendigkeit einer operativen Entbindung.

Seit 2012 ist ein generelles Screening in der Schwangerschaft  vorgesehen und die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Es ist aber nicht so genau wie ein Blutzucker-Belastungstest (OGT). Durch diesen Test  in der 24. - 28. Schwangerschaftswoche mit zwei Blutzuckermessung im Abtsand von einer Stunde kann eine Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt werden. 

Dieser genauere Test wird von den gesetzlichen Krankenkassen im Regelfall nicht erstattet. Die Vergütung richtet sich nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die erbrachten Leistungen werden privatärztlich liquidiert.